Fluch der Karibik: Regeln vom Würfelspiel (Pirate Dice, Liar Dice, Bluff)

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Jeder der Fluch der Karibik gesehen hat, wird sich an das Spiel erinnern, welches auf der Flying Dutchman gespielt wurde, doch nur wenige kennen die Regeln dieses Spiels. Dabei sind sie so einfach, dass sie jeder noch so rumvernebelter Pirat in Handumdrehen erlernen kann. Der Name des Spiels lautet Pirate Dice (Würfelspiel der Piraten), eine Abwandlung von Liar´s Dice (Würfelspiel der Lügner), welches in Deutschland leicht abgewandelt unter den Namen Bluff bekannt ist. Angeblich stammt das Spiel auch aus der Epoche der Piraten, weshalb es ein thematisch gutes Spiel für uns Piraten ist.

Mitspielen können so viel Spieler wie wollen, mindestens aber 2.

 

Regeln:

Jeder Spieler bekommt 5 Würfel  und einen Würfelbecher.

Anschließend wird gewürfelt und unter den eigenen Becher geschaut.

Jetzt darf der Spieler einen Wert sagen. Zum Beispiel „drei Vieren“. Das bedeutet das der Spieler vorgibt, dass mindestens drei Würfel auf dem Feld eine Vier erzielt haben. Eine wahre Angabe ist es, wenn es genügend Würfel gibt, um die Aussage zu bestätigen (Bei „eine Vier“ ist das Ergebnis wahr, solange mindestens ein Wert eines Spielers die Vier hat. Es können auch mehr vieren liegen, das Ergebnis ist dennoch wahr). Eine falsche Angabe oder ein Bluff entsteht dann, wenn man einen Wert Ansagt, der gar nicht auf dem Feld liegt (zum Beispiel die Ansage „zwei Fünfen“, wenn man nur eine Fünf besitzt und kein anderer Mitspieler eine weitere beisteuern kann).

 

Nun hat der Gegenspieler folgende Möglichkeiten:

1. Er erhöht und behauptet es liegen  mehr Würfel des gleichen Wertes auf dem Tisch. Zum Beispiel sagt er dann „vier Vieren“ oder „fünf Vieren“.

2. Er erhöht und behauptet es liegen höhere Werte auf dem Tisch. Zum Beispiel sagt er dann „drei Fünfen“ oder „drei Sechsen“. Die Anzahl muss mindestens gleich oder höher des vorherigen Wertes sein. (bei drei Vieren, müssen es also auch mind. drei Fünfen sein oder drei Sechsen.)

oder aber

3. Er behauptet der andere Spieler hat gelogen. Dann muss dieser seine Würfel zeigen. Wenn er gelogen hat, dann muss er einen Würfel ablegen (und startet dadurch mit einem weniger in der nächsten Runde). Sollte er aber die Wahrheit gesagt haben, dann muss der Beschuldigende einen Würfel ablegen.

Gewonnen hat derjenige, der als letzter noch Würfel besitzt. Ein Spiel um Lug und Betrug.

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Alternativregeln

1. Die Totenkopfvariante

Es gibt Würfel, bei denen der Wert einer Zahl als Totenkopf oder Stern dargestellt wird. Dieser Wert kann frei bestimmt werden. (Je nach Variante, kann dies der Wert 6 oder 1 sein.) Beispiel: Sollte jemand 2 Totenköpfe und drei Dreien würfeln, kann er fünf Dreien ansagen ohne zu lügen.

2. Die Meerjungfrau-Variante

Der Spieler darf zu Beginn seiner nächsten Runde beliebig viele Würfel neu werfen (ist aber weiterhin gezwungen einen höheren Wert anzusagen). Je nach Variante kann dies in jeder Runde getan werden und nicht nur im Zweiten. Auch der Zeitpunkt des Würfelns ist je nach Version unterschiedlich.

3. Die harte Kerl – Variante

Der Spieler verliert nicht nur einen Würfel, sondern so viele, wie er gelogen hat. Sollte jemand also sagen „drei Dreien“, es liegt aber nur eine Drei, dann muss er zwei Würfel ablegen. Sollte gar keine Drei auf den Tisch liegen, so verliert er sogar drei Würfel.

4. Die Dutchman-Variante

Bei der Dutchman-Variante verliert man keine Würfel, sondern einen Einsatz, den man zuvor festgelegt hat. Meist sind es die Jahre auf dem Schiff, aber man kann auch um Geld, Proviant oder andere wichtigen Güter spielen.

 

Fazit:

Wenn ihr das Spiel einmal gespielt habt, werdet ihr erkennen, dass es ideal ist für ein kleines Spiel für zwischendurch (Zum Beispiel wenn man im Restaurant ist und aufs Essen wartet). Es ist schnell, spaßig und unglaublich piratig, denn Betrügereien sind an der Tagesordnung. Also schnappt euch die Würfel und legt los!

 

Habt ihr noch Fragen zu dem Spiel oder habt es schonmal gespielt und wollt berichten wie es wahr? Dann immer her damit!

Freizeitpirat Lucius

6 Antworten auf Fluch der Karibik: Regeln vom Würfelspiel (Pirate Dice, Liar Dice, Bluff)
  1. Robin sagt:

    Heißt das, wenn er sagt es gibt „drei Vieren“ und der andere „gelogen“ sagt, dass alle ihre Würfel zeigen müssen oder nur er und er so viele haben muss? (Hoffe man versteht die Frage einigermaßen.)

    • Lucius sagt:

      Wenn jemand gelogen sagt, müssen alle Würfel aufgedeckt werden. Daher entsteht auch die Spannung. Man kennt das wahre Ergebnis nicht. Wenn man aber selbst drei Vieren hat, ist es egal was der andere hat, da man bei der Aussage „drei Vieren“ auch dann die Wahrheit gesagt hat, wenn „vier“ oder „fünf“ Vieren liegen. Hat man selbst aber nur zwei Vieren und der andere Spieler gar keine, dann hat man gelogen und würde verlieren. Also es zählt immer das gesamte Ergebnis von allen Würfeln und von allen teilnehmenden Spieler.

      • acfabidc sagt:

        Woher hast du das DVD spiel?

        • Lucius sagt:

          Das Video ist nicht von mir. Daher kann ich es nicht genau sagen. Ich glaube das war auf irgendeiner Bonus-CD oben. Glaube vom zweiten Teil. Aber so genau kann ich das wirklich nicht sagen. Vielleicht weiß ja jemand anderes mehr?

  2. bones2211 sagt:

    ist das Spiel urheberrechtlich geschützt oder patentiert ?

    • Lucius sagt:

      Puh, da bin ich echt überfragt. Ich habe es ja nicht entwickelt xD

      Aber ich vermute wie jedes Spiel wird es wohl geschützt sein. Weshalb fragst du?

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